Hauptmenu

welcome@healthcare - Koordinierungsstelle für Geflüchtete in Pflege- und Gesundheitsfachberufen NRW

Healthcare NRW
© fstop123 iStockphoto

Der Startschuss ist gesetzt

Die Koordinierungsstelle „welcome@healthcare“ hat im November 2016 offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt der Koordinierungsstelle ist, Akteurinnen und Akteure im Pflege- und Gesundheitssektor bei der Ansprache, der Gewinnung und der Qualifizierung von geflüchteten Menschen für die unterschiedlichen Fachberufe zu unterstützen. 

Hintergrund des Projektes

Zur Sicherung der Fachkräfte sind vielfältige Anstrengungen notwendig. Die Akteurinnen und Akteure im Pflege- und Gesundheitsbereich sind gefordert neue Zielgruppen für eine Betätigung in diesem Feld zu gewinnen. Die Zielgruppe des Projektes sind geflüchtete Menschen. Im Zuge der weltweiten Flüchtlingsbewegung haben rund eine Million Menschen den Weg nach Deutschland gefunden. Viele sehen ihre Zukunft in der neuen Heimat, und damit ist ihr Wunsch und Wille in der Gesellschaft Fuß zu fassen besonders ausgeprägt. Es handelt sich um eine sehr heterogene Menschengruppe mit Blick auf ihre soziodemografischen Merkmale, welche ein enormes Potential für unsere Gesellschaft darstellt. 

Projektbeteiligte – Wer macht was und warum?

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) hat die unterschiedlichen Handlungsbedarfe erkannt und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen (LAG NRW) mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle beauftragt. Federführend für die LAG übernimmt der Paritätische NRW die inhaltliche und organisatorische Umsetzung. Die Paritätische Akademie NRW führt das Projekt durch.  Die Steuerungsgruppe und der Beirat begleiten die Koordinierungsstelle fachlich, so dass eine vielfältige Expertise teilweise beratend und teilweise aktiv an der strategischen und operativen Ausrichtung beteiligt ist.

Ziele und Aufgaben der Koordinierungsstelle

Ein zentrales Ziel der Koordinierungsstelle ist es, geflüchtete Menschen für das Arbeitsfeld Pflege- und Gesundheitsfachberufe zu gewinnen und zu qualifizieren. Um den Spagat zwischen den Anforderungen der Fachberufe und den Spezifika der Zielgruppe zu schlagen, werden Qualifizierungs- und Kompetenzfeststellungsverfahren entwickelt und bereitgestellt. Letztendlich geht es darum Standards für Integrations- und Ausbildungsprozesse im Pflege- und Gesundheitssektor zu etablieren, welche ggf. auch für andere Zielgruppen angepasst werden können – angefangen bei der ersten Interessensbekundung bis zum Start der Ausbildung. 

Die Tätigkeit der Koordinierungsstelle ist in zweifacher Hinsicht von öffentlichem Interesse. Einerseits dient sie der Sicherung der Fachkräfte in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen durch den innovativen Bildungs- und Beratungsansatz. Anderseits wird durch eine frühzeitige Ansprache von Geflüchteten und deren koordinierte Unterstützung die Integration vereinfacht. Um Doppelstrukturen zu vermeiden, steht die Koordinierungsstelle in engem Kontakt mit den Institutionen, in deren Zuständigkeit die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen liegt. Dazu zählen beispielsweise Kommunen, Bezirksregierungen und Arbeitsagenturen, sowie Akteurinnen und Akteure im Pflege- und Gesundheitsbereich. Ein breites Kooperationsnetz aus Gesellschaft und Politik wird die Koordinierungsstelle bei der Umsetzung unterstützen. 

 

Projektlaufzeit und Förderer

Foto des Projektteams Welcome@Healthcare
Volker Haubrich, Alexandra Lampasiak, Anja Stahl
und Sladjena Batinić (v. links)

Das Projekt läuft vom 1. November 2016 bis zum 31. Oktober 2019. Finanziert wird es zum größten Teil aus den Mitteln des MGEPA NRW und anteilig aus den Mitteln der LAG NRW.

Das Projektteam

Das Projektteam setzt sich aus vier Personen zusammen: der Projektleitung, einer Sachbearbeiterin sowie einer Fachreferentin für das Themenfeld Flüchtlinge und Migration und einem Fachreferenten für die Themen Pflege und Gesundheit. Beide werden im Januar 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Sitz der Koordinierungsstelle ist Wuppertal. Projektleiterin Sladjena Batinić steht unter der Telefonnummer 0202 2822-223 als Ansprechpartnerin zur Verfügung und freut sich über Kontaktaufnahmen.

 Gefördert vom:

Logo Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Soziales NRW

Ein Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege NRW: