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Inhalte der Ausbildungsbausteine

Grundlagen der Psychotraumatologie

In diesem ersten dreitägigen Seminar wird in einem Überblick das Spezialgebiet der Psychotraumatologie vermittelt. In die Prinzipien der Zielgruppenorientierten Opferhilfe (ZGI), die am Institut für Klinische Psychologie und psychologische Diagnostik an der Universität zu Köln im Rahmen des Kölner Opferhilfe Modells entwickelt wurde, wird eingeführt. Wesentliche Bestandteile dieses und auch der folgenden Seminare werden neben regelmäßigen Fallbesprechungen die Möglichkeiten des Selbstschutzes für professionelle Helfer/-innen sein.

Inhalte des Seminars im Überblick (21,00 UE)

  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Grundbegriffe der Psychotraumatologie
  • Einführung in das Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung
  • Dynamik psychotraumatischer Störungen
  • Psychotraumatische Störungen, Epidemiologie, Prävalenz
  • Zielgruppenorientierte Opferhilfe (ZGI)
  • Stressreaktionen und -management/ sekundäre Traumatisierung/ Burnout
  • Selbstschutz und Psychohygiene
  • Fallanalyse anhand des Verlaufsmodells
  • Kölner Dokumentationssystem (KÖDOPS)

Akute und singuläre Traumatisierung

Dieses Modul thematisiert die Planung, Strukturierung und Durchführung von Beratungen bei akuten Extremstresserfahrungen. Die Strukturen und Maßnahmen der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) am Schadensort werden vorgestellt, um in der mittel- und längerfristigen Versorgung in der traumazentrierten Fachberatung an diese anknüpfen zu können. Die Maßnahmen der Zielgruppenorientierten Intervention (ZGI) werden für die frühe Einwirkzeit differenziert.

Inhalte des Seminars im Überblick (14 UE)

  • Theoretische Grundlagen zu akuter Traumatisierung
  • Verlaufsprognose (Risikofaktoren vs. Symptomausprägung)
  • Checkliste „Der Kölner Risikoindex“
  • Differenzierte Bedarfserhebung
  • Psychologische Erste Hilfe
  • Psychoedukation bei akuter Traumatisierung
  • Risikobezogene Interventionsstrategien und -planung
  • Spezielle Psychotraumatologie: Unfall- und Überfallopfer
  • Fallanalyse anhand des Verlaufsmodells

Stabilisierung I und Stabilisierung II

In diesen Modulen werden Ressourcen stabilisierende Strategien sowie Techniken und Übungen zur Distanzierung und Stabilisierung vorgestellt und geübt. Der adäquate Einsatz von Stabilisierungstechniken zur Stärkung der Traumakompensation wird verdeutlicht.

Inhalte des Seminars Stabilisierung I im Überblick (12 UE) 

  • Theoretische Grundlagen von Distanzierungs- und Stabilisierungstechniken
  • Psychoedukation, angepasst an die Phasen des traumatischen Verlaufes
  • Vorstellen und Einüben von Distanzierungs- und Kontrollübungen
  • Vorstellen und Einüben imaginativer Techniken
  • Vorstellen und Einüben von Screentechniken

Inhalte des Seminars Stabilisierung II im Überblick (7 UE) 

  • Kriseninterventionen bei dissoziativen Zuständen, selbstschädigendem und suizidalem Verhalten
  • Körperbezogene Stabilisierungstechniken in verbalen Settings (z. B. Achtsamkeitsübungen, traumadaptierte Entspannungsverfahren, Techniken der Selbstberuhigung), Einführung in die Myoreflextherapie
  • Nutzung körperbezogener Techniken zur Selbstregulation professioneller Helfer/-innen

Psychotraumatologische Folgestörungen und Stellungnahmen in der Fachberatung

In diesem Modul werden die Grundlagen zu Traumafolgestörungen vermittelt, um die Notwendigkeit weiterführender Maßnahmen adäquat einschätzen zu können. Vermittelt wird weiterhin die Verfassung von Stellungnahmen, wie diese z. B. gefordert sein können bei Entscheidungen nach dem OEG oder Asylverfahren, sowie Aspekte der Begutachtung von Betroffenen, um Fachberater/-innen die Unterstützung von Klientinnen und Klienten während einer Begutachtung zu erleichtern. 

Rechtliche Grundlagen und Möglichkeiten der weiterführenden Opferhilfe werden vorgestellt, wie z. B. das Opferentschädigungsgesetz und das Gewaltschutzgesetz sowie ein Einblick in Netzwerkpartner in der Opferhilfe wie z. B. der Weiße Ring.

Inhalte des Seminars im Überblick (8 UE) 

  • Psychotraumatische Störungen: traumaspezifische Anamnese
  • Psychotraumatische Störungen: psychometrische Instrumente
  • Problemfelder in der Diagnostik psychotraumatologischer Störungen
  • Komorbide Störungen (einschl. somatischer Auswirkungen)
  • Aspekte der Begutachtung
  • Verfassen von Stellungnahmen
  • Rechtliche Grundlagen (u.a. OEG, GewSchG, Strafverfahren)
  • Kulturspezifische Aspekte

              Traumazentrierte Gesprächsführung

              In diesem Modul werden traumaspezifisch modifizierte Gesprächstechniken vermittelt sowie die Unterstützung traumakompensatorischer Stile und Strategien.

              Inhalte des Seminars im Überblick (6 UE)

              • Die Basisinterventionsleitlinie in der Fachberatung
              • Einführung in persönlichkeitsspezifische traumakompensatorische Stile
              • Einüben von Ressourcenorientierung
              • Einüben von Beratungssequenzen

              Neurophysiologie des Traumas

              In diesem Baustein werden neurobiologische, neurophysiologische und neuroanatomische Aspekte von Traumatisierung vermittelt und in ihren potenziellen Auswirkungen auf Ausdrucksverhalten, Erleben und Gedächtnisleistung verstanden.

              Inhalte des Seminars im Überblick (5 UE)

              • Neurophysiologie von Traumatisierung / Trauma und Gedächtnis

              Chronifizierte und komplexe Traumata

              Die bisher erarbeiteten Strategien werden in ihren Anwendungsmöglichkeiten bei Menschen mit einer komplexen Traumatisierung und/oder einem chronifizierten Verlauf vermittelt.

              Inhalte des Seminars im Überblick (12 UE)

              • Grundlagen zu chronifizierender und komplexer Traumatisierung
              • Vertiefung des Verlaufsmodells zum Verständnis traumatischer Prozessverläufe
              • Bereiche der speziellen Psychotraumatologie: z. B. Misshandlung, Missbrauch
              • Analyse traumatischer Prozessverläufe anhand von Fallbeispielen
              • Stabilisierung (Psychoedukation/Übungen etc.) bei komplexer Traumatisierung
              • Strategien der Beratung und Behandlung

              Die Beziehungsdynamik in der Arbeit mit Traumabetroffenen

              Eingeführt wird in die Konzepte von Übertragung und Gegenübertragung als Basis zum Verständnis der Beziehungsdynamik in der Arbeit mit traumatisierten Menschen. Die Wahrnehmung und Reflexion eigener Reaktionen wird geübt.

              Inhalte des Seminars im Überblick (5 UE)

              • Die Beziehungsdynamik in der Arbeit mit Traumabetroffenen
              • Verstrickungen/traumaassoziierte Reaktionen in der Fachberatung und in Teams
              • Etablierung eines stabilen Arbeitsbündnisses in der traumazentrierten Fachberatung
              • Das Prinzip der parteilichen Abstinenz

              Bereiche der speziellen Psychotraumatologie

              Bereiche der speziellen Psychotraumatologie richten sich nach den Arbeitsbereichen und dem Klientel der Teilnehmer/-innen.

              Inhalte des Seminars im Überblick (6 UE)

              Bereiche sind z. B. Häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch, Kriegstraumatisierung, schwere körperliche Erkrankungen, transgenerationale

              Traumatisierung, Unfälle oder Verluste.

              Klinische Konzepte bei psychotraumatologischen Störungen

              Inhalte des Seminars im Überblick (6 UE)

              • Klinische Konzepte in der Behandlung psychotraumatischer Störungen
              • Gruppenarbeit mit traumatisierten Patientinnen und Patienten
              • Salutogenese

              Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen

              Grundlagen der traumazentrierten Fachberatung bei Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung der Familie werden in diesem Modul vermittelt.

              Inhalte des Seminars im Überblick (16 UE)

              • Grundlagen der Traumatisierung bei Kindern und Jugendlichen
              • Entwicklungspsychologische Aspekte
              • Traumadynamik (Kinder, Jugendliche, Familien)
              • Traumakompensation im Kontext entwicklungspsychologischer Aufgaben
              • Strategien der Beratung
              • Stabilisierung bei Kindern und Jugendlichen

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