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Programm | Kursdetails

Trauma erkennen und verstehen

Traumapädagogisches Handeln im pädagogischen Rahmen

Erfahrungen mit häuslicher Gewalt oder Vernachlässigung erschüttern Kinderseelen von Grund auf - genau wie schwere Unfälle, Überfälle, Naturkatastrophen, Krieg und Flucht. Solche Erlebnisse ziehen tiefgreifende psychische Veränderungen nach sich. Es entstehen traumatische Handlungsmuster sowie Bindungs- und Beziehungsstörungen, die später wesentliche Faktoren für Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und psychische Erkrankungen sein können.

Mädchen und Jungen mit traumatischen Erfahrungen brauchen Begleiter/-innen, die die Kinder in ihren besonderen Verhaltensweisen verstehen und ihnen helfen. Traumapädagogik folgt der Fragestellung, was traumatisch belastete Mädchen und Jungen in einem ganzheitlichen Verständnis wieder selbstsicher und stark macht, damit sie ihre Vergangenheit bewältigen und Entwicklungsschritte gehen können.

Die Methoden in dieser Zusatzausbildung: theoretischer Input, praktische Übungen unter anderem in Arbeitsgruppen, Fallbesprechungen, kollegialer Austausch und Praxistransfer.

Der Kurs umfasst fünf Module an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu je 16 Unterrichtsstunden und 20 Unterrichtsstunden Praxiserprobung und -reflexion, insgesamt 100 Unterrichtsstunden. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie das Zertifikat "Traumapädagogische Fachbegleiterin/Traumapädagogischer Fachbegleiter" von der Paritätischen Akademie NRW.

Inhalte

  • Abgrenzung und Begriffsbestimmung "Trauma"
  • Psychodynamik von Traumatisierungen
  • Stabilisierende Techniken für den Umgang mit Traumareaktionen
  • Einordnung von traumatischen Erfahrungen im Bindungskontext und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung
  • Übertragung - im Verständnis einer Traumapädagogik - der kennengelernten Erkenntnisse aus Psychotraumatologie und Bindungstheorie auf pädagogische Handlungsfelder
  • Ableitung pädagogischer Handlungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit
  • Reflexion der Notwendigkeit und Kennenlernen der Möglichkeiten von Psychohygiene und Selbstfürsorge

Ihr Nutzen

Nach der Fortbildung verfügen Sie über grundlegende Kenntnisse und Techniken, um Verhaltensweisen von Kindern mit traumatischen Erfahrungen zu verstehen. Sie können diese Kinder dabei unterstützen, in einem ganzheitlichen Verständnis wieder selbstsicher und stark zu werden, ihre Vergangenheit zu bewältigen und sich weiterentwickeln zu können. Sie bekommen Wissen und Methoden für den Umgang mit komplexen und belastenden Situationen im pädagogischen Alltag an die Hand. Außerdem lernen Sie den Aspekt der Selbstfürsorge als wichtige Voraussetzung für ressourcenschonendes Arbeiten kennen. Dadurch können Sie in einem zunehmend komplexer werdenden pädagogischen Alltag auch gut für sich selbst sorgen.

Dozentinnen/Dozenten

  • Urte Bruncken, Supervisorin (DGSF), Systemische Familientherapeutin (DGSF), Traumapäd. Fachberaterin (BAG eV,DeGPT)
Status
wenig Teilnehmer 
Zeitraum
Mittwoch 14.02.2018 - Mittwoch 27.06.2018 
Dauer
0 Tage 
 
Kosten
2000,00 EUR  
Für Mitglieder im Paritätischen: 1800,00 EUR
Anmeldeschluss
17.01.2018 00:00 
Maximale Teilnehmerzahl 
16 
Nummer
1829006
Qualifizierungsart
Zusatzausbildung
Organisatorische Beratung 
Ina Lückerath
Telefon: 0202 2822-230
E-Mail: lueckerath@paritaet-nrw.org


Fachliche Beratung
Dinah Igelski
Telefon 0202 2822-244
E-Mail: igelski@paritaet-nrw.org
Ort
Jugendherberge Dortmund
Silberstr. 24-26
44137 Dortmund
Telefon: 0231 140074
E-Mail: jgh-dortmund@djh-wl.de
Internet: www.jugendherberge.de/de-de/jugendherbergen/dortmund641/portraet


Übernachtungshinweis
Wenn Sie vor Ort übernachten möchten, wenden Sie sich bitte direkt an das Tagungshaus.