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Einführung der ICF in der Eingliederungshilfe

Um die Bedeutung der bio-psycho-sozialen Wirkfaktoren sowohl für Krankheits- als auch Gesundheitsentstehung und -entwicklung einzubeziehen, hat die WHO im März 2001 die Einführung eines neuen ergänzenden Klassifikationssystems beschlossen: Den ICF (International Classification of Function, Disability and Health - Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit).
Dieser ressourcenorientierte Ansatz dient dem Ziel, die Auswirkungen der Beeinträchtigungen für die Gesundheit zu erfassen unter Einbeziehung von Kontextfaktoren inklusive der Nutzung der Ressourcen des bestehenden gesundheitlichen Versorgungssystems. Ziel ist die möglichst umfassende Teilhabe (Partizipation) am gesellschaftlichen Leben. Um dieses Ziel zu erreichen und den erforderlichen Unterstützungsbedarf zu ermitteln, sollen einerseits die Einschränkungen bestehender Funktionsfähigkeit und Behinderung erfasst und andererseits die Kontextfaktoren, d. h. umwelt- und personenbezogene Faktoren bestimmt werden.

Die dadurch ermittelte funktionale Gesundheit wird als Kriterium verstanden zwecks Herstellung von Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen mit weltweit gültigen Maßstäben. Diese Philosophie hat längst Eingang in unser Rechtssystem gefunden.

Das SGB IX ist wesentlich geprägt von der Terminologie des ICF, Selbstbestimmung und Teilhabe sind inzwischen Schlüsselbegriffe aktueller Sozialgesetzgebung. Das BTHG verwendet die Begriffe der ICF und schreibt im § 118 vor, dass die Ermittlung des individuellen Hilfebedarfs des Leistungsberechtigten durch ein Instrument erfolgen muss, dass sich an der ICF orientiert.

Inhalte

Im Seminar werden die Ziele, Strukturen und Inhalte der ICF vorgestellt. Es geht um ein Verständnis zur personenzentrierten Förderplanung. In Kleingruppen erarbeiten Sie praxisbezogene Aufgaben und vertiefen anhand von Fallbeispielen die Inhalte der ICF.

Ihr NutzenSie lernen die Struktur der ICF kennenlernen und können Sie sicher anwenden.

Dozentinnen/Dozenten

Status
Anmeldung möglich 
Termin
Montag, 09.12.2019 
Dauer
1 Tag 
Uhrzeit
10:00 - 17:00 
Kosten
200,00 EUR  
Für Mitglieder im Paritätischen: 140,00 EUR
Anmeldeschluss
22.11.2019 00:00 
Maximale Teilnehmerzahl 
18 
Nummer
1921104
Qualifizierungsart
Seminar
Organisatorische Beratung 
Stephanie Stichnoth
Telefon: 0202 2822-247
E-Mail: stephanie.stichnoth@paritaet-nrw.org


Fachliche Beratung
Nadine Koster
Telefon 0202 2822-225
E-Mail: nadine.koster@paritaet-nrw.org
Ort
Jugendherberge Köln-Deutz
Siegesstr. 5
50679 Köln
Telefon: 0221 814711
E-Mail: koeln-deutz@jugendherberge.de
Internet: www.jugendherberge.de/de-de/jugendherbergen/koeln-deutz450/portraet


Übernachtungshinweis
Wenn Sie vor Ort übernachten möchten, wenden Sie sich bitte direkt an das Tagungshaus.