Programm | Kursdetails
Zielgruppe: Eltern von Grundschulkindern

Inhalt/Thema: Über manche Familien bricht sie wie eine Naturkatastrophe herein, bei anderen verläuft sie wie eine sanfte Klimaveränderung: Die Pubertät.
Irgendwann zwischen neun und 15 Jahren geht es los: Der Körper verändert sich, die Hormone stellen sich um, die Haare färben sich blau, das Kinderzimmer mutiert zur Wohngrotte, die Musik dröhnt lauter - aus Kindern werden Jugendliche.
Um herauszufinden, wer sie sind und was sie wollen, versuchen viele Jugendliche zunächst einmal, sich selbst zu spüren. Äußerlich aufzufallen hilft Ihnen dabei. Es gibt ihnen das Gefühl, wahrnehmbar, vorhanden zu sein.
Und Eltern fühlen sich oft ins Trotzalter versetzt, wenn ihnen bei jedem Vorschlag ein Nein entgegengeschleudert wird, kein Tag ohne Krise vergeht. Aber wie das Trotzalter so ist die Pubertät auch eine Phase der Ablösung von den Eltern. Wobei es bei den Teenagern höchst widersprüchlich zugeht: Einerseits setzen sie den Eltern Widerstand entgegen, wo es nur geht - andererseits suchen sie deren Autorität.
Politische, religiöse, ethische Themen - alles kommt jetzt auf den Tisch. Die Eltern sollten nun klare Standpunkte beziehen. Und trotzdem in der Lage sein, ihr Kind mehr und mehr loszulassen. Erwachsene sollten ihren Söhnen und Töchtern mehr und mehr Freiräume zugestehen
Ganz langsam ändern sich die Machtverhältnisse in der Familie. Plötzlich sind es nicht mehr die Eltern allein, die sagen, was gemacht wird. Die Jugendlichen erobern sich immer mehr Bereiche, in denen sie allein entscheiden oder in denen sie sich vielleicht den Rat der Eltern anhören, aber dann doch dem Tipp der Freundin folgen. Das verkraftet nicht jede Mutter, jeder Vater gleich gut. Einige erleben es als Verlust von Macht und Einfluss, sie fürchten, dass ihre Kinder sie vor der Zeit verlassen. Ob in Spielgruppe, Kindertageseinrichtungen, in Grundschulen oder im offenen Ganztagsbereich alle erwachsenen Betreuungs- und Bezugspersonen haben immer wieder mit kindlicher Sexualität zu tun.
Eine wesentliche Weichenstellung für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung beginnt bereits im Kindesalter. In jeder Altersstufe sind neue Aufgaben zu bewältigen. Sexualerziehung ist ein bedeutsames Element sozialen Lernens und sexueller Bildung und gehört zum Bildungsauftrag in Kindergärten, Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, die unter anderem auch durch die Spannungsfelder unterschiedlicher Werte-, Normen- und Kultursysteme geprägt werden.
Eltern wiederum haben oft die Sorge, dass das Thema zu früh behandelt wird und deuten oft Situationen eher sorgevoll. Kinder im Vor- und Grundschulbereich spielen immer wieder Spiele, die in Zusammenhang mit Sexualität stehen. Oder sie werfen mit Begriffen um sich, die eine sexuelle Bedeutung haben. Oft weiß man nicht so genau, wie darauf zu reagieren ist oder was vielleicht dahinter steckt. Wir werden gemeinsam bearbeiten, was möglicher Weise für das Kind in dem Moment Sinn und Zweck ist, und wie darauf reagiert werden kann.
Der Elternabend wird geleitet von Frau Bela Bartels (Sexualpädagogin) beschäftigt bei der Beratungsstelle VARIA.

Ziel: Umgang mit der Thematik Sexualerziehung

Barrierefreiheit

Verschiedene Menschen besuchen unsere Kurse. Wir bemühen uns um Barrierefreiheit, damit alle Teilnehmenden einen leichten Zugang haben. Das betrifft zum Beispiel den Veranstaltungsort und das betrifft auch die Sprache. Es betrifft auch das Vorgehen und die Materialien.

Bitte melden Sie sich bei unserem Kooperations-Partner, wenn Sie besondere Bedarfe haben. Wir können gemeinsam überlegen, ob und wie eine Teilnahme möglich ist.