Programm | Kursdetails
Rückfälle gehören häufig zu den Ausstiegsverläufen aus einer Drogenabhängigkeit. Drogenabhängige Menschen sollten im Prozess des „Herauswachsens aus der Sucht“ mit Rückfällen rechnen und diese als Teil ihrer Erkrankung und als Entwicklungschance verstehen. In den Betreuungs- und Behandlungskonzepten sollte deshalb das Rückfallgeschehen systematisch aufgegriffen werden.

Das dreitägige Seminar richtet sich an Fachkräfte in der ambulanten und (teil-)stationären Sucht- und Drogenhilfe, der Suchtmedizin, der Psychiatrie und Forensik sowie in angrenzenden Arbeitsfeldern wie z.B. dem Justizvollzug. Es werden die Grundzüge des aktualisierten Rückfallprophylaxetrainings für drogenabhängige Menschen vermittelt. Es kann in Gruppen- als auch Einzelsettings angewandt werden und ist speziell für drogenabhängige Menschen konzipiert, wobei Gemeinsamkeiten zu suchtkranken Menschen insgesamt bestehen. Das Programm ist sowohl in ambulante als auch (teil-)stationäre Betreuungs- und Behandlungskonzepte integrierbar und hat u.a. zum Ziel, drogenabhängigen Menschen Hilfen zur Vermeidung und zum Umgang mit Rückfällen bereitzustellen und sie zu Expert*innen ihrer Erkrankung zu machen


Inhalte

Neben Rückfalldefinitionen, Rückfalltheorien und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Rückfallforschung werden die zentralen Fragen und Aspekte zum Rückfallgeschehen bei drogenabhängigen Menschen in folgenden Modulen erarbeitet

Basis-Module (BM)

  • BM 1: Einführung in das Rückfallprophylaxetraining
  • BM 2: Wege aus der Drogenabhängigkeit – die Phasen der Veränderung
  • BM 3: Schutzfaktoren
  • BM 4: Risikofaktoren
  • BM 5: Ambivalenzen – die Vor- und Nachteile der Drogenfreiheit
  • BM 6: Strategien für den Umgang mit Drogenverlangen
  • BM 7: Verhalten nach dem Rückfall – das Airbag-Modell
  • BM 8: Lust und andere gute Gefühle
  • BM 9: Erfolge, Anerkennung und Belohnungen
  • BM 10: Abschluss und Auswertung des Rückfallprophylaxetrainings

Indikative Module (IM)

  • IM 1: Strategien in Risikosituationen
  • IM 2: Drogenabhängigkeit und Alkoholkonsum
  • IM 3: Kriminalität und Rückfall I – Zusammenhang
  • IM 4: Kriminalität und Rückfall II – Materielle Sicherheit
  • IM 5: Risikobereitschaft und Rückfallgeschehen
  • IM 6: Angehörige und Rückfallgeschehen

Ihr Nutzen

Sie sind mit den Grundzügen des Rückfallprophylaxetraining vertraut und können das Programm in der Praxis anwenden. Ein systematisches Vorgehen, ein psychoedukativer Ansatz sowie die Schwerpunkte Rückfallvermeidung und Rückfallmanagement sind Ihnen bekannt

Barrierefreiheit

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