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Gelungener Austausch beim ersten Fachtag für Dozentinnen und Dozenten

Sie sind das Aushängeschild und bringen die Expertise der Paritätischen Akademie NRW mit: 172 freiberufliche Dozentinnen und Dozenten führten im letzten Jahr insgesamt 292 Angebote durch. Die Akademie hat nun den ersten Fachtag speziell für die Lehrenden ausgerichtet.

Bildungsreferent Dominik Limmer begrüßt die Teilnehmenden Dozentinnen

Begrüßung der Dozentinnen und Dozenten

Mit mehreren Fachvorträgen und drei thematisch unterschiedlichen Fachforen bot der Fachtag ein vielseitiges Programm. Im Mittelpunkt standen neue Entwicklungen, Trends und Anforderungen rund um die Erwachsenenbildung – die Tagung war aber auch als kleines Dankeschön für die gute Arbeit der freiberuflichen Mitarbeitenden gedacht. „Die Zahlen belegen eindeutig, wie wichtige Ihre Rolle für die Paritätische Akademie NRW ist. Sie sichern durch Ihre Arbeit, dass die Teilnehmenden neues Wissen gewinnen und mit den Angeboten der Akademie zufrieden sind“, sagte die Geschäftsführerin Bärbel Gebert in ihrer Begrüßung.

Das Weiterbildungsfeld im sozialen Bereich sei sehr lebendig und lebe unter anderem davon, dass ad hoc neue Angebote generiert werden müssten – zum Beispiel bei Gesetzesänderungen oder neuen Verordnungen. Zuletzt hatte die Akademie ein zentrales Dozenten- und Tagungshausmanagement eingerichtet, um den Anforderungen noch besser gerecht werden zu können. Rund 30 Dozentinnen und Dozenten waren der Einladung der Paritätischen Akademie NRW zum Fachtag gefolgt. In entspannter Atmosphäre diskutierten sie in Wuppertal.

Teilnehmende schon vorher digital abholen

Als erster Referent sprach Martin Uhl, Unternehmensberater und Trainer von Blended-Learning-Seminaren. Der Experte für digitale Lernformate hob das gestiegene Maß an Vernetzung auch in der Weiterbildung hervor – „immer mehr Dozentinnen und Dozenten nutzen das und teilen ihr Wissen auch übers Netz“, sagte Uhl. Ein Vorteil sei die Ortsunabhängigkeit, da man sich per Video, Audio oder geteilten Bildschirm schnell vernetzen könne. Die Fragen seien, welches Digitalisierungspotenzial im sozialen Bereich vorliege, und wie die Zukunft dessen aussehe. Uhl setzt dabei auf ein größeres Angebot von hybriden Lernformen, einer Mischung aus digitalem Lernen und Präsenz. Zum Beispiel könne man schon vor einem Präsenzseminar die Teilnehmenden mit Hinweisen und Abfragen über eine digitale Plattform abholen und die Veranstaltung so besser auf sie ausrichten. Später gab Uhl weitere Hinweise im Fachforum „Digitalisierung in der Weiterbildung“, in dem lebhaft debattiert wurde.

Kathrin Quilling vom Deutschen Volkshochschul-Verband trat als zweite Rednerin auf. Ihr Thema: Didaktische Trends in der Erwachsenenbildung. Quilling selbst legt den Fokus vermehrt auf die Kompetenzorientierung – Lernende setzen dabei ihre Lernziele unter anderem selbst und steuern so ihren Wissenszuwachs. Beim Peer-Learning nutzt die Gruppe das Wissen erfahrener anderer Teilnehmender. „Die Rolle des Lehrenden ändert sich: Wir sollten mehr unterstützen, motivieren und fördern sowie beobachten und beraten“, sagte Quilling, an die Kolleginnen und Kollegen gewandt. In einem der drei darauffolgenden Fachforen („Zukunftsfähige Methoden in der Erwachsenenbildung“), sprach Quilling mit den Teilnehmenden unter anderem über die Erwartungshaltung der Teilnehmenden. „Es ist besser, wenn man als Dozent/-in nicht mit der Frage nach einer Lernerwartung, sondern mit der Frage nach einem Lernziel ins Seminar startet“, kam eine Anmerkung aus der Runde. Kathrin Quilling bestätigte das.

Schon kleine Tricks erhöhen den Lerneffekt

Neben den Fachforen von Kathrin Quilling und Martin Uhl sorgte der Workshop der freiberuflichen Kommunikationstrainerin und Moderatorin Barbara Beyersdorf für einige Aha-Effekte. Sie zeigte unter anderem, wie man mit recht simplen Tricks aus einem Flipchart-Blatt ein kleines Kunstwerk machen kann, von dem die Teilnehmenden durch den optischen Eindruck viel besser Informationen speichern können. „Das geht am besten einfach, gegliedert und prägnant. Wir müssen die Aufnahme von Informationen so einfach wie möglich gestalten“, sagte Barbara Beyersdorf, die noch weitere verschiedene Medien wie Präsentationen vorstellte und unter anderem auf das Urheberrecht bei der Nutzung von Bildern aus dem Internet hinwies.

Anschließend diskutierten die Referentinnen und Referenten gemeinsam mit Bärbel Gebert in einer Talkrunde noch über die Zukunft der Erwachsenenbildung. Mitorganisator Dominik Limmer, Bildungsreferent bei der Paritätischen Akademie NRW und Moderator des Fachtags, zeigte sich nach der Abschlussdiskussion zufrieden. „Wir hatten einen gelungenen Austausch untereinander, die Kontakte zu unseren Dozentinnen und Dozenten haben sich weiter verstärkt. Es wird sicherlich nicht der erste und letzte Fachtag dieser Art gewesen sein“, kündigte Limmer eine Wiederholung in der Zukunft an. 

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