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Gelungenes Projekt: Chor singt die Menschenrechte

Die Paritätische Akademie NRW hat mit dem Kooperationspartner die börse Wuppertal den Menschenrechte-Chor “Sing Human Rights” gegründet. Der Chor singt Auszüge aus der UN-Menschenrechtserklärung. Das Projekt wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert.

Menschenrechte-Chor in der börse Wuppertal

Menschenrechte-Chor in der börse Wuppertal

“Als das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Herbst 2018 einen Aufruf für Pilotprojekte im Bereich Kultur und Weiterbildung startete, war uns direkt klar, dass wir uns hier aktiv einbringen möchten”, sagt Projektkoordinatorin Bernadette Kottsieper von der Paritätischen Akademie NRW.

Mit der börse Wuppertal wurde ein Kooperationspartner für das Pilotprojekt Menschenrechte-Chor gefunden, der den Gedanken von schöpferischer kultureller Bildung exzellent aufgenommen und in aller Kürze der Vorbereitungszeit von nur wenigen Monaten umgesetzt hat. “Die Premiere hat mich absolut beeindruckt - denn wir konnten sehen, wie sich die jungen Menschen einerseits künstlerisch entwickelt haben und andererseits sogar teils fremdsprachlich ihre politischen Haltungen und Fragestellungen formulieren konnten”, sagt Bernadette Kottsieper.

Im Menschenrechte-Chor zeigt sich die Wechselwirkung zwischen Kultur, Politik und Sozialem: Vermeintlich sperrige Themen wie die UN-Menschenrechtserklärung können durch kulturelle Ansätze sehr gut vermittelt werden. Es werden nicht nur fertige Kompositionen von Axel Christian Schullz verwendet, sondern auch zwei Eigenkompositionen gesungen - eine davon von Chorleiterin Anna Luca Mohrhenn, die andere entstand als Gemeinschaftswerk aller Teilnehmenden. In selbst geschriebenen Texten zwischen den Liedern herrscht ein Wechselspiel zwischen dem, was wünschenswert wäre, und der oft traurigen Realität - Menschenrechte werden zu häufig nicht so umgesetzt, wie sie formuliert sind.

Gesungen werden können die Texte also, und Aufmerksamkeit hat das Projekt mit 120 Premierengästen ebenfalls bekommen. Die Mitarbeit der Teilnehmenden erwies sich als sehr fruchtbar. Bei der Premiere standen zehn Sängerinnen und Sänger auf der Bühne. “Wir mussten uns überlegen, was für ein Projekt innerhalb weniger Wochen realisierbar und wirkungsvoll sein könnte. Wir wollten junge Menschen durch die Musik auf das Thema Menschenrechte aufmerksam machen”, sagt Karin Böke, Projektleiterin der börse Wuppertal. Das Alter der Teilnehmenden war im Sinne der Förderung auf 16 bis 27 Jahre begrenzt.

Um die Texte wurde innerhalb der Gruppe viel diskutiert. Was bedeuten die Rechte im Einzelnen für unterschiedliche Menschen und wie sind sie auszulegen? Wie weit reicht ein einzelnes Recht, wie zum Beispiel die Meinungsfreiheit? Der Menschenrechte-Chor soll auch nach dem Ende der Förderung existieren und für alle Altersstufen geöffnet werden - um weiterhin mit Hilfe der Musik auf die Menschenrechte aufmerksam zu machen.

Terminhinweise

26. Mai 2019 - Nachbarschaftsfest der börse - “Wir sind Europa”

4. Juni 2019 - Eröffnung der Ausstellung von Amnesty International zur Geschichte der Menschenrechte im Wuppertaler Rathaus Barmen

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