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Lehrende auf digitalen Lernpfaden

Beim letzten Fachgespräch der Paritätischen Weiterbildungsträger stand das Thema “Weiterbildung im Zeitalter der Digitalisierung: Herausforderungen, Trends und innovative Projekte” auf dem Programm. Das Fachgespräch wurde von der Paritätischen Akademie NRW ausgerichtet.

Carmen Biel und Dr. Peter Brandt vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung

Carmen Biel und Dr. Peter Brandt vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung.

Dr. Peter Brandt und Carmen Biel vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibnitz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) waren eingeladen, um in einem Vortrag mit Diskussionsrunde unter anderem über unterschiedliche digitale Lernformate zu sprechen - und wie man sie in der Weiterbildung erfolgversprechend nutzen kann. Dabei stellten die Fachleute Formate wie Blended Learning, Flipped Learning, Open Educational Resources, Bildungs-Nuggets oder Massive Open Online Courses (MOOCs) vor, wie sie benutzt werden und welche Vor- und Nachteile es dabei gibt. 

In jedem Fall gebe es gewisse Erwartungen an die digitale Weiterbildung, sagte Dr. Peter Brandt - zum Beispiel, dass sie bei einem gut ausgebauten Netz besseren Zugang für (Weiter-)Bildung im ländlichen Bereich ermögliche oder besonders motivierend sei. “Nach wie vor schneidet ein Format wie das Blended Learning aber besser bei den Nutzerinnen und Nutzern ab als reine Webinare, in denen auf Präsenzveranstaltungen verzichtet wird”, sagte Brandt. Ein Vorteil des digitalen Lernens sei es, dass die Medien teilweise exakte Rückmeldungen auf das Lernverhalten von Nutzerinnen und Nutzern gebe.


Weiterbildung für Lehrende

Carmen Biel sprach zum Ende der Veranstaltung über die Möglichkeiten, wie sich Lehrende in der Erwachsenenbildung mit digitalen Mitteln weiter professionalisieren können. Über Portale wie das www.wb-web.de des DIE können sich Lehrende mit Informationen aus zahlreichen frei verfügbaren Texten, Materialien und Videos versorgen, um sich selbst fortzubilden. Außerdem könnten sich die Nutzerinnen und Nutzer des Portals untereinander vernetzen. Aktuell nutzen laut Carmen Biel rund 60.000 Menschen im Monat die Webseite. Beim Projekt EULE des DIE, das ab Anfang 2019 als Lernbereich auf wb-web.de bereitsteht, wird aktuell an der Entwicklung einer webbasierten Umgebung für Weiterbildung, Kompetenzerwerb und Professionalisierung von Lehrenden gearbeitet. Dabei geht es einerseits darum, Inhalte zu entwickeln, die internationalen Qualitätsstandards für pädagogisches Personal genügen, und andererseits darum, dass Lehrende Kompetenzen für pädagogische Handlungssituationen gewinnen und sich dadurch weiterqualifizieren sollen. Beides soll für eine größere Professionalisierung von Lehrenden in der Weiterbildung sorgen.

In der digitalen Weiterbildung gehe es stark um das Formen verschiedener, individueller Lernpfade, sagte Carmen Biel. Deshalb ist das Weiterbildungsangebot des DIE so aufgebaut, dass die Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel auch mit einem schnellen Einstieg anfangen können, falls ein aktuelles Problem besteht, das gelöst werden muss. Oder über den klassischen Weg mit mehreren aufeinander aufbauenden Lernangeboten. Den Nutzerinnen und Nutzern können weitere Möglichkeiten freigeschaltet werden, sobald sie vorangehende Angebote und Aufgaben erledigt haben. “Ziel ist es, die Lernumgebung zu erweitern, die Professionalität der Lehrenden zu erhöhen, und die Daten, wie die Nutzerinnen und Nutzer in dem Portal vorgehen, zur Weiterentwicklung der digitalen Lernangebote zu nutzen”, sagte Carmen Biel.

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