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Mehr Selbstbestimmung für Patientinnen und Patienten

Projekte, die die Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten stärken standen im Fokus des „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2016“. Der mit 3.000 Euro dotierte zweite Platz ging an die Selbsthilfeakademie NRW im Paritätischen NRW mit ihren Fort- und Weiterbildungsangebote für Menschen, die in der Gesundheitsselbsthilfe aktiv sind.

Foto der Preisträger der Selbsthilfeakademie NRW

V.l.r. Bernd Hoeber (Paritätische Akademie NRW), Gabriele Schippers (AOK Rheinland), Frauke Heitmann (Paritätische Akademie NRW), Martina Pötter (AOK NORDWEST), Katharina Benner (Paritätischer NRW), Barbara Steffens (NRW-Gesundheitsministerin), Volker Runge (Gesundheitsselbsthilfe NRW), Rolf Buchwitz (AOK Rheinland)

Der Preis wird jährlich im Rahmen der von der Landesgesundheitskonferenz beschlossenen Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ vergeben. Maßgeblich sind unter anderem der Innovationscharakter der Projekte und die gesundheitswissenschaftliche Bewertung.

Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe ist zum unverzichtbaren Bestandteil des Gesundheitswesens geworden und ergänzt die professionelle Gesundheitsversorgung in vielfältiger und wirkungsvoller Weise. Die Selbsthilfeakademie NRW unterstützt die ehrenamtlich Aktiven in ihrer Arbeit. Sie schult sie mit Hilfe zahlreicher indikationsübergreifender Angebote. Themen sind zum Beispiel der Umgang mit Konflikten in der Gruppe, die Projektplanung und -durchführung oder die Aufgabenteilung. Sie gibt außerdem Hilfestellungen für einen sicheren Umgang mit Profis und vermeintlichen Autoritäten im Gesundheitswesen, die Nachwuchsgewinnung, die attraktive Gestaltung des Gruppenlebens oder die Angehörigenarbeit.

Akteure vernetzen

Darüber hinaus will die Selbsthilfeakademie NRW weitere Akteure im Gesundheitswesen erreichen, beispielsweise Arztpraxen, Krankenhäuser und Rehakliniken, Krankenkassen sowie Studierende im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen. Durch die Schaffung eines Forums werden der Austausch, das gemeinsame Lernen und die Vernetzung von Betroffenen und Interessierten in der Gesundheitsselbsthilfe unterstützt.

Selbstbestimmung stärken

Anlässlich der Preisverleihung in Düsseldorf erklärte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens: „Unser Ziel ist es, die gesundheitliche Versorgung stärker an den Bedarfen und Bedürfnissen der Betroffenen auszurichten, Wünsche und Qualitätsvorstellungen der Patientinnen und Patienten besser zu berücksichtigen und Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem zu korrigieren. Dazu tragen die fünf ausgezeichneten, innovativen Projekte bei. Sie zeigen, wie durch mehr Unterstützung, Partizipation und Information die Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten gestärkt werden kann. Die Siegerprojekte sind Vorbild für andere Einrichtungen und Bereiche im Gesundheitswesen, denn nichts ist überzeugender als gelungene Beispiele.“

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