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Zwei prägende Jahrzehnte: Verdienter Vorstand verabschiedet

Auf der Beiratssitzung und Mitgliederversammlung der Paritätischen Akademie NRW wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die bisherigen Vorsitzenden Dr. Norbert Friedrich, Lydia Klettke und Brigitte Mangen wurden nach insgesamt rund 60 Jahren Vorstandsarbeit verabschiedet.

60 Jahre Vorstandsarbeit

Die Paritätische Akademie NRW bedankt sich bei Dr. Norbert Friedrich (l.), Brigitte Mangen (r.) und Lydia Klettke (2. v. l.) für gemeinsame rund 60 Jahre Vorstandsarbeit. Bernd Hoeber (2. v. r.) moderierte die Gesprächsrunde zu ihrem Abschied.

Von links nach rechts: Dr. Norbert Friedrich, Christian Woltering, Brigitte Mangen, Frauke Heitmann, Lydia Klettke und Bärbel Gebert.

Damit schieden drei langjährige Mitglieder des Vorstands aus ihren Ämtern aus. In ihren zahlreichen Ehrenämtern haben sich Dr. Norbert Friedrich (u.a. Deutscher Guttempler-Orden) als Vorstandsvorsitzender sowie Lydia Klettke (Die Spinnen e.V. - Fachstelle für Frauen und Beruf) und Brigitte Mangen (u.a. Paritätische Kreisgruppe Mülheim, Kinderschutzbund) als stellvertretende Vorsitzende auf verschiedene Arten mit den Menschenrechten befasst - vom Thema soziales Wohnen über Frauenrecht bis zum Kinderschutz und vieles mehr. Alle drei haben in ihren Ehrenämtern erfahren, dass Bildung als Menschenrecht nicht selbstverständlich ist.

Das Engagement der drei kam auch immer der Paritätischen Akademie NRW zugute. In einer Fachveranstaltung zum Thema "Bildung unterstützen - Menschenrechte stärken" wurde das Trio von Bärbel Gebert und Frauke Heitmann (Geschäftsleitung Paritätische Akademie) sowie Christian Woltering (Geschäftsführer Der Paritätische NRW) verabschiedet. “Sie haben zwei Jahrzehnte der Paritätischen Akademie geprägt und entscheidende Impulse gesetzt. Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wäre vieles nicht möglich gewesen”, sagte Woltering in seiner Dankesrede.

Dank für vertrauensvolle Zusammenarbeit

Die Geschäftsleitung der Paritätischen Akademie NRW bedankte sich ebenfalls für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. “Herzlichen Dank, dass wir von Ihrer Arbeit profitieren durften. Sie haben uns von A bis Z begleitet - egal wie groß und klein die Probleme waren, Sie haben immer nach vorne geschaut und gemeinsam mit uns nach einer Lösung gesucht, den Mitarbeitenden den Rücken gestärkt und ihnen Vertrauen geschenkt”, sagten Bärbel Gebert und Frauke Heitmann. Hohe Zuverlässigkeit, gute Struktur, ein offenes Ohr und viele Denkanstöße kennzeichneten die Arbeit der Vorstandsvorsitzenden, von denen jede/-r die eigene Perspektive und Erfahrung aus der Praxis eingebracht habe. Daraus sei eine von Erfolg gekrönte und nachhaltige Zusammenarbeit entstanden.

In einer Gesprächsrunde sprachen Dr. Norbert Friedrich, Lydia Klettke und Brigitte Mangen noch einmal über die Vergangenheit und Zukunft der Akademie. Zukunft zu gestalten ist und bleibt allen dreien ein wichtiges Thema. “Ich würde mir wünschen, dass alle Menschen ihrem Alter entsprechend das Recht auf und einen Zugang zu Bildung haben. Die Akademie sollte dabei helfen, und noch bekannter sowie in weiteren Kreisen anerkannt werden”, sagte Brigitte Mangen. “Ich wünsche der Akademie, dass sie sich treu bleibt, sich nicht beirren lässt und ihren Weg geht – unbeeinflusst von politischen Strömungen oder Regierungswechseln; ich glaube, dass die Akademie die Menschen über ihre Angebote erreicht. Sie sollte nie Mainstream werden”, sagte Lydia Klettke. Dr. Norbert Friedrich wünschte der Akademie, “dass sie ihre Arbeit erfolgreich weitergeht. Vieles ist schon angepackt worden, das muss weiterentwickelt werden. Man muss sich selbstkritisch hinterfragen und nicht die Hände in den Schoß legen, um einen permanenten Verbesserungsprozess zu erreichen. Ich wünsche mir, dass es in diese Richtung weitergeht und kein Stillstand eintritt.”

Menschenrechte stärken

Moderiert wurde die Runde von Bernd Hoeber (Bildungsreferent Paritätische Akademie NRW). Hoeber hatte zuvor in einem Fachvortrag die Geschichte der Menschenrechte erläutert und warum sie wichtig sind, auch im Bezug auf die soziale Arbeit. “Die Utopie Menschenrechte verwirklicht sich nicht von alleine, sie wird erkämpft und wir müssen uns alle dafür einsetzen”, sagte er. Rainer Kümmell (Teamleiter) und Bernadette Kottsieper (Bildungsreferentin) sprachen außerdem über das Bildungsnetz Parität der Paritätischen Akademie NRW. In den neuen digitalen Formaten des Bildungsnetz kann eine Vielzahl von teilnehmenden Organisationen erreicht werden. Auch über das Bildungsnetz werden die Menschenrechte gestärkt: Viele Einrichtungen bieten darüber (oft niedrigschwellige) Seminare oder Kurse an, die Teilhabe ermöglichen, Selbstbewusstsein stärken und Integration fördern.

Abschließend wurde in der Mitgliederversammlung der neue Vorstand gewählt. Neu dabei sind Manuela Pischkale-Arnold (Kinderschutzbund Hagen) und Erol Çelik (Anadolu Wuppertal e.V., Elternnetzwerk NRW). Zur Vorstandsvorsitzenden ist Prof. Dr. Veronika Fischer (erem. Professorin für Erziehungswissenschaften) gewählt worden, Birgit Stegen-Sischka (Montessori Kinderhaus Wuppertal) und Cord Wellhausen (Ehrenvorsitzender Paritätischer Landesverband NRW) sind zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

 

 

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