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FAQ

Worum geht es im Landesmodellprogramm „Einwanderung gestalten NRW“?

Die kommunale Einwanderungspolitik gestaltet sich auch in NRW oft als ein herausfordernder Prozess. Vielfältige Bedarfe der Eingewanderten, unklare Zuständigkeiten sowie unzureichende Koordination und Kooperation, sind die Herausforderungen, die es zu überwinden gilt.
Im Landesmodellprogramm „Einwanderung gestalten in NRW“ erprobt das Land NRW mit zwölf Modellkommunen, wie durch ein gutes Miteinander der Ämter und Behörden eine rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit und somit eine effektive, umfassende Integration Eingewanderter gelingen kann. Der Zugang zu Integrations- und Beratungsangeboten soll passgenauer und transparenter erfolgen, indem eine gebündelte Unterstützung ermöglicht wird. Dafür müssen die Ressourcen und Bedarfe der Eingewanderten erfasst und ein Schnittstellenmanagement mit einer guten Kooperation aller Akteure untereinander sichergestellt werden.
Case Management hat sich in diesem Zusammenhang als erfolgreiches Handlungskonzept bewährt. Der zugewanderte Mensch wird  als Ausgangspunkt aller Handlungen betrachtet. Seine Stärken und Fähigkeiten werden erhoben und als wesentliche Grundlage des weiteren Fallmanagements verwendet. Zugleich werden in diesem Prozess Informationen über Potenziale und Hindernisse  in der bestehenden Unterstützungsstruktur gewonnen, die zur weiteren Optimierung verwendet werden. Damit entsteht ein zielführender Ansatz für eine erfolgreiche Integration.
Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW unterstützt die Weiterentwicklung des kommunalen Einwanderungsmanagements durch das Angebot von Informationstagen und Fortbildungen zum Case Management. Diese Angebote werden von der Paritätischen Akademie NRW umgesetzt.

Wie wirkt sich die Zielgruppenorientierung auf Eingewanderte auf die Inhalte der Fortbildungen aus?

Die Personengruppe der Eingewanderten ist in sich sehr heterogen, sowohl bezogen auf Herkunftsländer und sozioökonomischen Hintergrund als auch bezogen auf den jeweiligen Aufenthaltstitel in Deutschland. Davon hängen wiederum die Teilhabechancen stark ab. Kommunales Einwanderungsmanagement sollte in seinen Strukturen, Dienstleistungen und seiner Handlungspraxis so gestaltet sein, dass es den unterschiedlichen Bedarfen und Bedürfnissen aller Eingewanderten gerecht wird. Interkulturelle Öffnung ist eine Strategie in der Organisationsentwicklung. Sie eröffnet Möglichkeiten, auf gesellschaftliche Vielfalt und damit auf die individuellen Bedarfe aller Personen einzugehen. Daher werden die Aspekte der interkulturellen Öffnung auf der systemischen und strukturellen Ebene sowie auf der individuellen Ebene in die Fortbildungsinhalte eingebunden.

Wer kann das Angebot in Anspruch nehmen und welche Teilnahmevoraussetzungen bestehen?

Jede Kommune des Landes NRW kann das Angebot nutzen.
Für die Informationstage ist es notwendig, in Kurzform zu beschreiben, warum die Kommune das Angebot des Informationstages nutzen möchte und ob es bereits erste Überlegungen zu einem Einwanderungsmanagement gibt. Dieses Schreiben wird der Paritätischen Akademie NRW zugeleitet.
Für die Basis- und Aufbaukurse stellen die Kommunen in einer kurzen Skizze die Entwicklung ihres Einwanderungsmanagements dar. Es wird beschrieben, wie das Einwanderungsmanagement umgesetzt werden soll, wo es verankert ist, welcher weitere Personenkreise (innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung) beteiligt ist und welche Funktion Case Management  im kommunalen Konzept des Einwanderungsmanagements einnimmt. Über ein Formular werden nach Kontaktaufnahme entsprechende Leitfragen zur leichteren Darstellung zur Verfügung gestellt. Die Skizze wird der Paritätischen Akademie NRW zugeleitet. 

Für wen ist der Informationstag geeignet?

Der Informationstag richtet sich an Kommunen und Kreise in NRW, die sich mit der Frage beschäftigen, ihr Einwanderungsmanagement zu verbessern oder neu zu strukturieren.
Der Informationstag kann für verschiedene Zielgruppen angeboten werden. Er kann auf Entscheidungsträger ausgerichtet werden oder auf Mitarbeitende im Einwanderungsmanagement. Es besteht auch die Möglichkeit, den Informationstag für Leitungskräfte und Mitarbeitende gemeinsam auszurichten. So besteht die Möglichkeit, sich mit dem Handlungskonzept Case Management vertraut zu machen und erste Ideen zu entwickeln.
Siehe auch „Wie kann die Anmeldung für einen Informationstag erfolgen bzw. wie kann dieser gebucht werden?“

Für wen ist der Basiskurs geeignet?

Der Basiskurs richtet sich an Mitarbeitende von Kommunen und Kreisen in NRW, die auf Basis des Handlungskonzeptes Case Management das Einwanderungsmanagement in ihrer Kommune ressourcenorientiert und strukturiert entwickeln und umsetzen sollen.
Dies gilt sowohl für Interessierte aus Modell- als auch aus Nicht-Modellkommunen.
Wer ausschließlich den Basiskurs besuchen möchte und nicht den Abschluss als zertifizierte/r Case Manager/-in (DGCC) anstrebt, muss nicht zwangsläufig die Zugangsvoraussetzungen für das Zertifikat erfüllen. Allerdings wird für eine Teilnahme die berufliche Praxis in einem der Handlungsfelder des Case Management vorausgesetzt.
Für diejenigen, die das Zertifikat anstreben, besteht die Möglichkeit, den Aufbaukurs anzuschließen. Siehe hierzu „Für wen ist der Aufbaukurs geeignet?“
Wenn sich mehr Personen anmelden, als Plätze zur Verfügung stehen, erfolgt eine Auswahl zusammen mit dem fördernden Ministerium.

Für wen ist der Aufbaukurs geeignet?

Der Aufbaukurs richtet sich an Personen, die zuvor den Basiskurs abgeschlossen haben und ihr Wissen und ihre Kompetenzen weiter vertiefen möchten. Sie streben nun den Abschluss als zertifizierte/r Case Manager/-in an. Hierfür müssen gewisse Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sein. Die Voraussetzungen müssen durch Zeugnisse und Bescheinigungen nachgewiesen werden.  Diese fordern wir bei Ihnen an, sobald feststeht, dass Sie einen Platz in dem Kurs bekommen können.
Auch hier erfolgt die Teilnahme auf der Basis der vorhandenen Plätze und dem Vorhaben zum Einwanderungsmanagement der entsendenden Kommune. Wenn sich mehr Personen anmelden, als Plätze zur Verfügung stehen, erfolgt eine Auswahl mit dem fördernden Ministerium.
Siehe auch „Welche Teilnahmevoraussetzungen gelten für den Basis- und Aufbaukurs?“

Muss die Entscheidung an dem Aufbaukurs teilzunehmen vor Beginn des Basiskurses getroffen werden?

Diese Entscheidung muss nicht zwangsläufig vorab getroffen werden. Wenn Sie planen, am Aufbaukurs teilzunehmen, empfehlen wir, dies möglichst frühzeitig mit uns zu besprechen, damit wir Ihnen mitteilen können, ob ein Platz in einem Aufbaukurs zur Verfügung gestellt werden kann.

Welchen Nutzen hat die Kommune/der Kreis durch die Fortbildungen?

Durch die Weiterbildung übernehmen die kommunalen Mitarbeitenden   eine gestaltende Rolle in der Einführung von Case Management als Handlungskonzept des Einwanderungsmanagements in ihrer Kommune. Sie können in ihrem Arbeitsbereich eine zentrale Rolle für die Implementierung von Case Management einnehmen und Veränderungsprozesse begleiten.

Ist die Ausbildung zum/zur zertifizierten Case Manager/-in anerkannt? Welchen Nutzen hat das Zertifikat?

Das Zertifikat ist anerkannt nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC).
Inhalt und Umfang der Schulungen orientieren sich an den Vorgaben der DGCC und dürfen nur von speziell zugelassenen Ausbilder/-innen verantwortet werden. Dadurch ist sicher gestellt, dass die Ausbildung an aktuellen wissenschaftlichen und fachlichen Standards orientiert ist.
Das Zertifikat bestätigt, dass Sie vertieftes Wissen zum Case Management haben und befähigt sind, Case Management in Ihrem Arbeitsfeld zu implementieren. Dabei können Sie quasi die Rolle eines Motors in ihrem Arbeitsbereich einnehmen und entsprechende  Veränderungsprozesse mitkoordinieren und umsetzen.

Was kosten die Fortbildungen?

Die Angebote werden gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) des Landes NRW. Daher ist die Teilnahme für Sie kostenfrei.
Voraussetzung für die Teilnahme ist das Einreichen einer Skizze durch die Kommune und ggf. weiterer Unterlagen.
Siehe auch „Welche Teilnahmevoraussetzungen gelten für den Basis- und Aufbaukurs?“

Welche Teilnahmevoraussetzungen gelten für den Basis- und Aufbaukurs?

Mit der Anmeldung reichen Sie ein Schreiben Ihrer Kommune/Ihres Kreises ein, aus dem hervorgeht, welcher Entwicklungsbedarf in Ihrer Kommune/Ihrem Kreis im Einwanderungsmanagement vorhanden ist, welche Ideen zur Änderung geplant sind und welchen Mehrwert die Teilnahme an dem Kurs für diesen Prozess in der Kommune hat.  Hierfür gibt es ein entsprechendes Formular, das Ihnen nach Kontaktaufnahme über die Webseite der Paritätischen Akademie zur Verfügung gestellt wird.
Für den Fall, dass die Nachfrage das Angebot an Plätzen übersteigt, ist dies ein Entscheidungskriterium.
Für die Teilnahme an dem Basiskurs ist darüber hinaus eine berufliche Tätigkeit in einem der Handlungsfelder des Case Managements erforderlich.
Für den Besuch des Aufbaukurses, der mit einem Zertifikat der DGCC abschließt, sind weitere formale Voraussetzungen gesetzt, die nachzuweisen sind.  Diese können Sie auf der Homepage der DGCC unter Zulassungsvoraussetzungen hier nachlesen.
Wir setzen voraus, dass jede Anmeldung mit den zuständigen Verantwortlichen im Einwanderungsmanagement der Kommune abgestimmt ist.

Wie werden die Teilnahmevoraussetzungen nachgewiesen?

Die  Teilnahmevoraussetzungen müssen durch entsprechende Dokumente nachgewiesen werden. Diese können Sie uns als Kopien der Originaldokumente am besten elektronisch zuleiten. 

Kann der Basiskurs besucht werden,  wenn die Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllt sind?

Ja. Die Teilnahmevoraussetzungen müssen nur erfüllt sein, wenn Sie den Aufbaukurs besuchen bzw. ein Zertifikat erlangen möchten. 

Ist eine Teilnahme möglich,  auch wenn die Kommune/der Kreis keine Modellkommune ist?

Ja. Alle Angebote sind sowohl für Modellkommunen als auch für alle anderen Kommunen und Kreise in NRW bzw. deren Mitarbeitende offen. 

Wie kann die Anmeldung für einen Informationstag erfolgen bzw. wie kann dieser gebucht werden?

Informationstage können von Kommunen/Kreisen für die eigenen Mitarbeitenden bzw. Führungskräften angefragt werden. Die empfohlene Teilnehmer/-innen-Zahl liegt bei 15 -30 Personen. Wenn Sie eine größere Teilnehmer/-innenzahl vorsehen, setzen Sie sich bitte mit der Paritätischen Akademie NRW in Verbindung. Es ist auch möglich, dass sich zwei oder mehrere Kommunen für ein solches Angebot zusammentun.
Die Kommunen oder Kreise skizzieren in einem kurzen Schreiben ihr Vorhaben zum Einwanderungsmanagement und begründen damit ihr Interesse an dem Informationstag. Dieses leiten sie der Paritätischen Akademie NRW zu. Gemeinsam mit dem fördernden Ministerium wird auf der Basis der Begründung und der verfügbaren Ressourcen entschieden, ob der Informationstag in Ihrer Kommune/Ihrem Kreis angeboten werden kann.
Gemeinsam mit der Paritätischen Akademie NRW stimmen Sie einen Termin ab. Sie stellen die Räume und wir organisieren das fachliche Angebot. 
Wir setzen voraus, dass jede Anmeldung mit den zuständigen Verantwortlichen im Einwanderungsmanagement der Kommune abgestimmt ist.
Siehe auch „Welche Teilnahmevoraussetzungen gelten für den Basis- und Aufbaukurs?“

Wie erfolgt die Anmeldung für den Basis- oder Aufbaukurs?

Auf der Homepage der Paritätischen Akademie NRW besteht die Möglichkeit, sich online für die einzelnen Basis- und Aufbaukurse anzumelden. Die Liste der Angebote finden Sie hier. Fügen Sie den Kurs Ihrer Wahl dem „Warenkorb“ hinzu und geben Sie über die Anmeldemaske Ihre Informationen ein. Allerdings gibt es ein Auswahlverfahren. Bei einer Nachfrage, die das Angebot an Plätzen übersteigt, wird eine Teilnehmer-/innen-Auswahl durch die Verantwortlichen des Landesmodellprogramms getroffen. 
Siehe auch „Wann wird eine Teilnahmebestätigung erteilt?“

Wann ist der Anmeldeschluss?

Der Anmeldeschluss für Basis- und Aufbaukurse ist in der jeweiligen Kurs-Ansicht zu finden. 

Wann wird eine Teilnahmebestätigung erteilt?

Nachdem Sie online über den „Warenkorb“ die Anmeldung vorgenommen haben, erhalten Sie eine automatisierte Eingangsbestätigung. Dabei handelt es sich nicht um eine Teilnahmezusage. Melden sich bis zum Anmeldeschluss mehr Personen an, als Plätze vorhanden sind, wird eine Teilnehmer-/innen-Auswahl durch die Verantwortlichen des Landesmodellprogramms getroffen. Sie werden zeitnah nach dem Anmeldeschluss informiert, ob Sie einen Platz erhalten haben.
Zur Teilnehmer-/innen-Auswahl siehe auch „Für wen ist der Basiskurs geeignet?“ bzw. „Für wen ist der Aufbaukurs geeignet?“

Wo finden die Veranstaltungen statt?

Die Basis- und Aufbaukurse finden in Tagungshäusern in verschiedenen Städten in NRW statt. Den jeweiligen Tagungsort können Sie der Kursbeschreibung entnehmen.
Die Informationstage finden in den Kommunen/ Kreisen statt, die ein solches Angebot angefordert haben.

Gibt es eine Verpflegung bei den Fortbildungen? Können besondere Bedürfnisse bei der Verpflegung berücksichtigt werden?

Bei allen Fortbildungen ist die Tagungsverpflegung inbegriffen. Ebenso werden durchgehend Getränke bereitgestellt. Eine fleischfreie Option wird dabei immer angeboten. Bei besonderen Bedürfnissen (vegan, Unverträglichkeiten, Allergien, religiös bedingte Anforderungen, etc.) bitten wir Sie, mit dem Tagungshaus Rücksprache zuhalten.
Bei den Informationstagen sind die gastgebenden Kommunen/Kreise für die Organisation der Verpflegung verantwortlich. Eine Kostenerstattung in einem festgelegten finanziellen Rahmen ist möglich. 

Ist eine Übernachtung am Tagungsort möglich?

Wir bemühen uns, ein Kontingent an Zimmern im Tagungshaus zu reservieren. 

Werden Fahrtkosten und Übernachtungskosten erstattet?

Die Kosten für die Übernachtung gehören zu den Seminarkosten und werden daher aus den Projektmitteln finanziert.
Eine Übernahme der Fahrtkosten kann nicht erfolgen.

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