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QB GESENA – Qualifizierung zum/zur „QualitätsbegleiterIn in der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit und Altersbildung“

Auftaktveranstaltung der Qualifizierung am 09.12.2010 im MGEPA Düsseldorf (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW)

Ausgangssituation

Zwei Kurse
Gruppe Rheinland: Start Januar 2011 mit sechs Projekten

Gruppe Westfalen: Start Februar 2011 mit fünf Projekten
Gemeinsame Abschlussveranstaltung für den 03.05.2012 geplant

Besonderheiten der Qualifizierung

  1. die sog. Trias (oder Q-Teams), in der jeweils ein/e VertreterIn des Trägers, der Kommune und des Ehrenamtes pro Projekt gemeinsam lernen und arbeiten

  2. Partizipation von Anfang an: TeilnehmerInnen als ExpertInnen ihrer Projekte, Qualifizierung im Rahmen des Selbstgesteuerten Lernens, Fachinput orientiert am aktuellen Bedarf der TeilnehmerInnen

Im Curriculum vorgesehene Themenfelder

Modul A: Kennenlernen und Grundlagen des Projektes
Modul B: Sozialraumorientierung, Stadtteilanalyse
Modul C: Methoden der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit
Modul D: Projektmanagement, Finanzierung
Modul E: Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit
Modul F: Projektvorstellung, Ausblick

Bisherige Entwicklung

Die ersten Module in beiden Gruppen wurden zum Kennenlernen der TeilnehmerInnen untereinander, aber auch innerhalb der eigenen Trias / Q-Teams genutzt. Im Vordergrund standen deutlich der Wunsch nach Austausch zu den Projekten und erste Rollen- und Aufgabenklärungen innerhalb der einzelnen Teams. Außerdem wurden erste Erfahrungen mit dem ungewohnten Ansatz des Selbstgesteuerten Lernens gemacht und diskutiert.

Ab dem zweiten Modul handelt es sich nicht mehr um zwei parallel laufende Kurse, sondern um zwei individuelle Weiterbildungsangebote: Auf Grund des partizipativen Ansatzes werden die vorbereiteten Themen von ReferentIn und Lernbegleitung in der am aktuellen Bedarf der TeilnehmerInnen orientierten Ausführlichkeit und mit den gewünschten Schwerpunkten erarbeitet. Außerdem werden aktuelle Themen aufgenommen bzw. in den Themenspeicher gesetzt.

Bisherige Quintessenz

Das Selbstgesteuerte Lernen setzt bei den ReferentInnen und der Lernbegleitung ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, Flexibilität, Moderations- und Konfliktfähigkeit voraus. Erforderlich ist auch breitgefächerte Vorbereitung des jeweiligen Themenfeldes, um auf die Wünsche und die verschiedenen Lerntypen der TeilnehmerInnen eingehen zu können.

Die Organisation der einzelnen Module muss zeitnah und flexibel geschehen.

Für die TeilnehmerInnen bedeutet das Selbstgesteuerte Lernen eine Chance, eigenes Wissen einbringen, praxisnah zum eigenen aktuellen Bedarf lernen und die Umsetzung des Gelernten zeitnah erleben zu können. Zum Anderen ist der Aufwand an Abstimmung mit den anderen TeilnehmerInnen und das gemeinsame Gestalten für viele neu und – zunächst - anstrengend. Vielfach werden aber auch die Vorteile dieser „passgenauen Weiterbildung“ schnell und positiv überrascht festgestellt.

Das Arbeiten in der Trias / im Q-Team birgt große Chancen, die unterschiedlichen Kompetenzen der Hauptamtlichen und der Ehrenamtlichen zu vernetzen, von den verschiedenen Erfahrungen profitieren und in der gemeinsamen Arbeit praxisnah und zielgruppenorientiert agieren zu können.

Allerdings bedarf es einer Zeit der Annäherung, des Findens einer gemeinsamen Sprache und eines gemeinsamen Arbeitsstils, der berufliche Verantwortlichkeiten und unterschiedliche Rollen akzeptieren lässt, aber auch Raum für individuelle Ressourcen und Ansätze bietet.

Fazit

Von den TeilnehmerInnen beider Gruppen wurde das Selbstgesteuerte Lernen in vielen Fällen bisher als herausfordernd empfunden. Im Hinblick auf die kommenden Module wurden die Merkmale als spannender und vielversprechender Ansatz in der Projektarbeit begrüßt.